Sonntag, 6. September 2009

Ideen

(Leonie)
Ideen. Ideen sind wichtig, um einen Text zu schreiben.
Ideen. Ideen, die muss man aber zuerst haben.
Ideen. Ideen bringen Fortschritt. Leute erfinden Sachen. Man entdeckt die Wirkung von Gras und Alkohol, ein beträchtlicher Fortschritt, muss ich schon sagen.
(Laurin)
Wenn man bedenkt, dass Ideen Inspiration sind, wird man zufriedener, denn keiner, und das sollte man beweisen, begreift sie, im wahrsten Sinne des Wortes, um mich klar auszudrücken: Geilheit braucht es. Braucht es für Fortschritt, Fortpflanzung, für Inspiration, meine Güte, denkt da einer, wer schreibt sowas?, ruft ein anderer und die Menge tobt ob der Sinnlosigkeit der Wörter, der Buchstaben, des Lebens. Alkohol ist geilheitsfördernd.
(Nici)
Aber nicht nur Alkohol. Und nicht nur geilheitsfördernd. Da braucht es schon noch Peterli. Und Andy Strauss. Und Spargeln. Ich giesse meinen Baum der Ideen. Ich finde ihn geil. (Hinweis der Redaktion: Der Autor hatte zuerst Spargeln mit Peterli gegessen. Und Andy Strauss straussern gesehen. War wohl nicht förderlich. Korrektur der Redaktion: Das war subjektiv.) Für Geilheit brauchts Ideen.
(Gaby)
Wobei wir wieder am Anfang angekommen sind…Was war zuerst? Die Geilheit oder die Ideen? Die beiden Worte scheinen eins zu sein. Ergo: Wer Ideen hat ist geil. Und wer geil ist, hat viele gute Ideen. Oder verhält es sich anders? Machen Ideen geil? Wenn es so ist, dann sind wir ein ziemlich geiler Haufen heute Abend!

Orangensaft

(Gaby)
In einer Milchtüte…ganz überraschend…ich hab es erst gar nicht realisiert…sass eine Maus.
Miau!
Dabei wollte ich doch einen Kuchen backen!
(Leonie)
Naja egal. Backen wir eben einen Miau-Maus-Kuchen.
Rezept: Man nehme die Maus in beide Hände. Bei allfälligem Miauen ist ein Schlaflied hilfreich, vorzugsweise O Tannenbaum. Ist die Maus ruhig, wird sie in Schlagsahne gebettet. (Schlagsahne ist in Ringform mit Fläche (pi)r2 (r=3,5678913cm)). Dann ist Reaktion gefordert, da die Maus eventuell beginnt, ihre Körperteile sehr schnell zu bewegen. Obenauf wird dann eine Kirsche versenkt, roh.
(Laurin)
Es war Nacht. Ich war nackt… ganz überraschend…ich habe es erst gar nicht realisiert…war SIE online, im Chat.
„Hey“, von ihr.
„Hey“, von mir.
„Na= Whazzup, babe?“ von ihr.
„Meine Kleider, die sind up.“ Von mir.
„Wie?“ von ihr.
„Egal“, von mir.
„Ich geh mal“, von ihr.
„Chill“, von mir.
Nachricht konnte nicht gesendet werden, da SIE nicht online.
(Nici)
Scheisse. Dabei wollte ich doch einen Miaumauskuchen backen. Online. Mit IHR. Blöd.
Naja, dann eben in den Restaurant einen Pizzabelegten Funghi essen. Sorry, ich bin Türke. Wenn du noch ne Stelle frei hast in Firma, meld dich bei Hakan Fuckan. (Ausgesprochen: Hakan Fakan). So Produktion oder so. Gruss. Back doch mal nen Kuchen für mich.
BLING
Anzeige an PC. SIE ist online.
„Willst du Kuchen?“, von ihr.
„Hast du Job frei?“ von mir.

Schlacht der Veloständer

(Nici)
Basel ist Basel, weil Basel nicht Zürich ist, aber Deutschland ist cooler, darum lebe ich in St. Gallen. St. Gallen ist grün. Wiesen sind rosa. Darum schreib ich jetzt in Prosa darüber, weil ich jetzt nicht über etwas anderes schreibe. Ich grüsse alle Abwesenden beim Vorbeigehen und sofort bleiben sie stehen. Warum das denn? Weil…
(Gaby)
…ich ein Fahrrad auf meinem Rücken trage. Wie ist das hierhin gekommen? Welcher Idiot kommt auf die Idee, dass ich das lustig finden würde?
Oder soll das cool aussehen…?!
Nein! … und schlau macht es im übrigen auch nicht, denn…
(Leonie)
…wenn man Sport macht, kriegt man Hunger und frisst doppelt. Darum lieber gar kein Sport, hingegen auf rosa Wiesen im grünen St. Gallen ist dies vielleicht anders. Ich zottle auf die rosa Wiese im Grünen und mache 50 Rumpfbeugen und 50 Liegestützen und tatsächlich habe ich keinen Hunger. Aber wieso?
(Laurin)
Ich tippe: Es liegt an den Gnus. Egal.
Gestern, Alter!, da war ich alleine unterwegs in der Stadt, du weisst schon: Bier links, Knarre rechts. Strassen in St. Gallen unsicher machen. Da kam einer, Kurzer!, braungebrannt. Ich so: „Wer bist du, Kleiner?“, er so: „Tony, Digger!“. Ich gab ihm meine Hand und wir zogen weiter, durch die kleinen Gassen, mit geleerten Flaschen, ohne Benzin, allein. Wir dachten an Liebe respektive an Basel. Basel. Basel. Basel.

Der Mülleimer

(Laurin)
Da war vor vielen Jahren ein Mülleimer, der sprechen konnte. Da waren nur zwei Worte, die er kannte, aber: er konnte sprechen, was bekannterweise unüblich ist für Mülleimer. Die zwei Worte, die er kannte, waren „Hitler“ und „Nusskrempelkäse“, wobei zweites nicht im Duden zu finden ist. Niemand stört das, denn sprechende Mülleimer sind selten, wie erwähnt, wie wir wissen. Die Menge war täglich be-gei-stert! Im Zirkus nämlich, da trat er täglich auf.
(Nici)
Es kamen jeden Tag mehr als 2 Zuschauer, aber immer weniger als 3, das heisst, es müssen 2,5 gewesen sein laut Statistik des CIFV(Quelle unbekannt). Der Auftritt des Mülleimers dauerte 2 Stunden. Er stand in der Mitte und jeder, der den Mut hatte, seinen Kopf hineinzustecken, wurde entweder mit „Hitler“ oder „Nusskrempelkäse“ betitelt. Die Deutschen mit „Nusskrempelkäse“, der Rest mit „Hitler“. Dabei wuchs jedem „Nusskrempelkäse“ ein Hitlerschnauz.
(Gaby)
Da es jeweils 2,5 Zuschauer im Zirkus hatte, wurde immer einer mit „Nusskrempelkäse“ betitelt… worauf dieser einen Hitlerschnauz bekam…und ein anderer musste sich das Wort „Hitler“ gefallen lassen. Aber was machte der halbe Zuschauer?
Der…
(Leonie)
…halbe Zuschauer sass da um Striche für die Statistiken zu machen. Eigentlich dürfte er ja nicht als Zuschauer gezählt werden, aber er – ein kleiner Inder – wurde bei der Lohnauszahlung ja auch übersehen und so eine Hälfte mehr kommt da bei den Statistiken schon drauf an. In der Wirtschaft nehmen sie es ja bekanntlich ganz genau. Das sagte schon Ospel, aber jetzt hat der ja gar nichts mehr zu sagen.

Der nasse Karl

(Valerio)
Der Himmel – der, dessen Farbe sich stets ändert – war heute blau (oder so). Als dann aber Karl seine Füsse hausextern benutzen wollte, wurde der Himmel grau und es begann sofort zu regnen. Wahrscheinlich war Karl dran schuld, aber er wollte es nicht zugeben, also wurde er nass. Manchmal aber auch nicht. Dann wurde es Nacht und der Regen musste nach Hause gehen; Karl auch. Aber auch im Haus war Karl noch nass. Das mochte er ein bisschen. Manchmal aber auch nicht.
(Ritter)
Der Himmel war jetzt dunkel. Der Mond nicht. Karl interessierte dies jedoch nicht, denn er war im Bett, versuchte zu schlafen und war nass. Manchmal aber auch nicht. Dann schlief er ein und wachte wieder auf. Der Himmel war dunkelblau.
(Alexandra)
Karl fiel auf, dass der Himmel heute eigentlich recht bescheuert aussah. Deshalb wollte er ihn zeichnen. Es war genau 2.43. Noch immer nass, die Füsse hausextern noch nicht benutzt, wrang er seine Kleider aus, griff zu Farb‘ und Pinsel und malte wie besessen den Himmel auf die Rückseite seines Nachttopfs. Mit seinen Füssen (nun also hausintern benutzt).
(Celine)
Malend mit den hausinternen Füssen, im Bett liegend und in triefend nassgrauen Kleidern erlebte Karl eine Nacht wie keine andere. Die Möglichkeit, den Himmel zu sehen, zu malen, zu fühlen (er war nass) und dann mit seinen Füssen auch noch darzustellen auf seinem Nachttopf veränderte sein Leben. Am darauffolgenden Morgen beschloss Karl himmlisch zu werden. Manchmal aber auch nicht.

Von Heidi und Milch

(Alexandra)
Peter Pan und Nimmerland gibt es nicht. Wendy hat es schon immer gewusst. Die verwunschenen Brüder auch. Und Captain Hook war eigentlich gar kein Pirat, sondern Donutverkäufer und wenn Heidi nicht gewesen wäre, hätte Peter wohl nie in einem Film mitgespielt. Heidi und Heidi-Milch aus der Migros haben übrigens nichts miteinander zu tun, ausser dass sie flüchtige Bekannte sind. Das aber auch nur ab und zu. Und dann nur zum Frühstück. Ist ja Milch. Oder doch nicht.
(Celine)
Die Wiesen und Weiden der Berge machen Heidi und die Milch zu alten Bekannten. Verbunden durch nektarsuchende Bienen und Bienenstiche leben Milch und Heidi in Parallelwelten nur getrennt durch die dünne Wand der Kuh und vielleicht ein paar Organe. Peter störte die Eintracht als nicht gestochener oder verdauter stellte er einen nicht wandelbaren Kloss in die Welt dar.
(Valerio)
Dem Torhüter einer Eishockeymannschaft gleich blieb er unbewegt und doch undurchdringlich. Heidi mochte das nicht und wurde zu Wendy und wenn die Wendy das auch wollte, wurde sie Heidi und beide waren woanders als sonst. Heidi und Wendy haben sowieso nur Peter gleich. Manchmal ist Peter Pan und manchmal ist Peter Kuhhirte, der Heidimilch produziert, aber nicht Wendymilch.
(Ritter)
Da ich Wendymilch noch nie getrunken habe, weiss ich nicht, wie sie schmeckt. Dinge, die ich nicht kenne, sind meist schlecht, da anders. Von Wendy gibt es Kassetten, von Heidi nicht. Von Peter schon, aber nur, wenn er Wein macht und Lieder schreibt.

Grüne Schilder

(Ritter)
Gestern war Nacht und grüne Schilder sind nicht hoch. Im Licht hat‘s grüne Geister, die höher sind als gleichfarbige Schilder. Die roten Geister interessieren nicht. Blaue Schuhe hingegen interessieren einige, mich jedoch nicht. Deshalb schreibe ich gerne.
(Alexandra)
Am meisten interessiert jedoch das Blau auf den grünen Schildern. Und wenn die dann noch tetraederförmig sind, wird die ganze Sache erst richtig spannend. Waren die blauen Schuhe übrigens purpurrosa, würden sie mich vielleicht interessieren, aber dies auch nur zu jeder halben Stunde. Dies ist jedoch nicht der Fall und ich frage mich, weshalb ich mich für blaue Schuhe interessieren sollte, wenn ich selber blau bin und doch eigentlich auf grosse grüne Schilder, die eigentlich blau sind, stehe. Aber das interessiert mich jetzt nicht.
(Celine)
Interesse ist bunt. Schilder, Schuhe, Schwalben, Schweizer, Schweine, alles ist bunt. Mich interessieren blaue Welten, ausgeschildert mit grünen Schildern, halbhohe natürlich. Blau, alles ist blau, ich bin blau und sehe bunte Sterne. Ich bin durch einen blauen Wald getorkelt und habe meinen purpurrosa Schädel am grünen halbhohen Schild gestossen.
(Valerio)
Dann wurde auch mein Kopf blau und beulig, wie eine Mondlandschaft, nur blau, aber ohne Krater, dafür mit Beulen. Wenn da nun aber ein Schild gestanden wär, das darauf hingewiesen hätte, dass man blaue Beulen kriegt, wenn man seinen purpurrosa Schädel am grünen Schild stösst, und man seinen Schädel und diesem Schild angestossen hätte, dann wäre die Welt heute besser (aber vielleicht auch nicht).